Halloween ! das Fest am Vorabend von
Allerheiligen
Als Halloween wird ein Fest am Vorabend von Allerheiligen in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November bezeichnet, das ursprünglich vor allem
in Irland gefeiert wurde und von ausgewanderten Iren nach Nordamerika gebracht wurde. In zeitlicher Nähe zum 31. Oktober wurde auch das keltische Fest
Samhain gefeiert, so dass vielfach vermutet wird, Halloween könnte auf keltisches Brauchtum zurückgeführt werden.
Diese Herleitung ist jedoch umstritten. Angeblich war es nach keltischem Glauben den Geistern der Toten möglich, an Samhain Kontakt mit den Lebenden aufzunehmen
Herkunft Halloween ! Legenden zum Fest des
Totengottes
Legendenhaft und historisch nicht exakt zu beweisen ist eine direkte Verbindungslinie zu dem
keltisch-angelsächsischen Fest des Totengottes
"Samhain". Aus der Verbindung mit diesem Totengott sollen sich die Gebräuche zu
Halloween ableiten, vor allem der Bezug auf das Totenreich und
Geister.In der neueren Forschung wird jedoch die Existenz eines Totengottes namens
Samhain bezweifelt.
Cäsar erwähnt zwar einen keltischen Totengott, aber nicht seinen Namen; wegen der Herkunft des Wortes Samhain handelte es sich bei dem Fest wohl eher um die Feier des Sommerendes ( keltisch
samos, gälisch samhuinn für Sommer)
oder um das irogälische Wort für Versammlung, samain. Der älteste, wenn auch unsichere Hinweis auf das Samhain-Fest entstammt dem Kalender von Coligny aus dem 1. Jh. n. Chr. Der Bezug zum Totenreich ergibt sich bei dieser Interpretation aus der Schlachtung des überzähligen Viehs zu Beginn des Winters (um das Überleben der verbliebenen Population durch den Winter hindurch zu
sichern)
Der Bezug von Halloween zum Totenreich lässt sich aber auch aus den darauffolgenden katholischen Feiertagen
ableiten
So wird an Allerheiligen traditionell der Verstorbenen gedacht, und an Allerseelen (2. November) sollte durch Gebete und Fürbitten sowie durch gute Taten (z. B. Geschenke an bettelnde Kinder) das Leiden der Toten im Fegefeuer gelindert werden
Verbreitung Halloween ! Irland - USA -
Europa
Halloween wurde ursprünglich nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, vor allem in
Irland. Von dort kam es mit den vielen irischen Auswanderern im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten und gehörte dort zum
Brauchtum dieser Volksgruppe. Aufgrund seiner Attraktivität wurde es bald von den Kindern anderer Einwanderer übernommen und entwickelte sich zu einem
wichtigen Volksfest in den Vereinigten Staaten und
Kanada
Aus Nordamerika kam das Halloweenfest nach ganz Europa, wo es in stärker kommerzialisierter, vielfach veränderter Form gefeiert wird. So hat die neu-europäische Variante des Fests eher fröhlichen und weniger schaurigen Charakter als in Nordamerika.
Während in den Vereinigten Staaten auch Schulklassenzimmer mit Hexenmotiven oder Rathausvorplätze mit Jack O'Lanterns (ausgehöhlten und mit Fratzen versehenen Kürbissen) geschmückt werden, herrscht der
Halloween Schmuck in Europa eher in Geschäften oder privaten Räumen vor.
Auch die Aufforderung „Süsses oder Saures“ (englisch: trick or
treat), also Süssigkeiten zu bekommen oder andernfalls einen Streich zu spielen, ist in Europa noch nicht so weit verbreitet wie in Nordamerika. Dieser Teil gestaltet sich so, dass verkleidete Kinder in ihrer Nachbarschaft von Tür zu Tür wandern und von den Leuten, die sie zu Hause antreffen,
Süssigkeiten „fordern“ – ansonsten drohen Streiche, wie sie in Europa beispielsweise aus der
Freinacht (Walpurgisnacht) bekannt
sind
Halloween im amerikanischen Sinne wird im deutschsprachigen Raum erst seit etwa den 1990ern zelebriert, gilt inzwischen aber als recht verbreitet. Allerdings wurden auch im deutschsprachigen Raum ursprünglich in zeitlicher Übereinstimmung mit Halloween regional verbreitete Feste (vgl.
Halloween-ähnliche regionale Bräuche) gefeiert, die der Thematik des
Halloweenfestes nahe stehen:
Das Spielen von Streichen, das Aushöhlen von Rüben, die Rückkehr der Toten, usw. Daher ist anzunehmen, dass die Vorläufer des amerikanischen
Halloweenfestes in Europa verbreitet waren, in Vergessenheit gerieten und mit der amerikanisierten Version des
Halloweens wieder zurückgekehrt sind
Typische Halloweenfarben sind Schwarz Orange Weiss und Gelb
Kritik Halloween ! Süsses oder Saures..
Mit der wachsenden Popularität des Festes wurde die Kritik von Seiten einiger christlicher Gruppen lauter – insbesondere evangelikale Christen in den Vereinigten Staaten distanzieren sich sehr scharf von Halloween und vertreten die Meinung, dass mit dem Fest Missbrauch durch satanistische Vereinigungen getrieben werden könne.
In Deutschland wird kritisiert, dass die alten Bräuche, beim evangelischen Martinisingen am 10. oder beim katholischen Martinssingen am 11. November an den Haustüren Lieder zu singen und als Belohnung Gebäck, Früchte oder Süßigkeiten zu bekommen, von dem Ruf „Süsses oder Saures“ verdrängt werden.
Man beklagt eine vermehrte Kommerzialisierung und Auswüchse, die zu zahlreichen Einsätzen der Polizei an Halloween führen. Manche evangelische Christen bedauern das zeitliche Zusammentreffen mit dem Reformationstag, der am gleichen Tag an die Reformation erinnern soll. In Deutschland bietet die Evangelische Kirche Lutherbonbons an, die an Kinder verteilt werden können
Geschichten und Geschichte rund um Halloween
Samhain - Sommerende
Der Vorläufer von Halloween wurde auf Irland schon vor 5000 Jahren gefeiert und zählt somit zu den ältesten Festtagen der Menschheit
Tatsächlich markierte der (heutige) 31. Oktober einen starken Einschnitt: Das Ende des Jahres
Samhain (ausgesprochen etwa wie 'Sa-un' oder Sa-u-in ) soll sich in einer Deutung von sam-fuin ableiten und das heisst
Sommer Ende
Das keltische Jahr beschränkte sich auf die Jahreszeiten Sommer und Winter und zu Samhain endete das alte und begann das neue Jahr. Deshalb kommt Samhain auch mehr Bedeutung zu, als dem Sommeranfang
(Beltane, das nächstwichtige Fest)
Zum Zeitpunkt Samhain sollte alles abgeschlossen sein, was es an Aktivitäten in der Landwirtschaft gegeben hat. Und es war auch der Abend, an dem die häusliche Gemeinschaft der Großfamilie wieder komplett zusammensitzen konnte.
Nicht zuletzt dieses Beisammensein war Anstoß für eine Feier und für zahlreiches Zeremoniell
Die Samhain-Orakel ! Hochkonjunktur für
Prophezeihungen
Aufgrund des Jahresbeginnes hatten die Prophezeier und diverse Orakel am Abend des Samhain Hochkonjunktur. Nun, da alle - von diversen Aussendiensten in der Landwirtschaft zurückgekehrt - erstmals seit langem wieder in Ruhe beisammen waren und ein halbes Jahr häusliche Gemeinschaft bevorstand, galt das Interesse natürlich dem sozialen Zusammenleben.
Und den dazugehörigen Highlights: Heirat Reisen Wohlergehen Tod
Also wurde versucht herauszufinden, wem was bevorstehen sollte:
Vor allem die Frage der Vermählungen beherrschte die Wissbegier, deshalb gab es auch zahlreiche Methoden, dies herauszufinden (oder auch zu lancieren). Heute noch (spielerisch?) gepflogen ist der Ring im Kuchen
(barmbrack). Wer den eingebackenen Ring in seinem Stück fand, dem sollte unweigerlich Zweisamkeit
bevorstehen
Haselnüsse und Getreidekörner wurden als befähigt angesehen, über die Zukunft einer Verbindung Bescheid zu wissen: Wurden zwei davon in's Feuer gelegt, so galt es zu hoffen, dass sie ganz einfach verbrannten - das versprach Bestand für die Ehe. Sprang hingegen eines aus dem Feuer, dann sollte einer der Partner untreu werden
Da man damals derartige Orakel und Prophezeiungen Ernstzunehmen pflegte, sie geradezu als Auftrag empfand, lässt sich annehmen, dass sich die meisten (zumindest die leichter machbaren) auch tatsächlich erfüllten
Für die geweissagten Eheschließungen gab es dann noch gewissermaßen eine Bedenkzeit von einem halben Jahr, geheiratet wurde üblicherweise ein halbes Jahr später zu Beltane - man sprach dem Frühjahrsfest mehr Fruchtbarkeit zu
Die Rückkehr der Toten ! Brauchtum
Samhain stand aber nebst mehr oder weniger spielerischem Brauchtum noch unter einem zweiten Zeichen: Einem gewissen Bruch im Zeitengefüge
Dem (ein halbes Jahr dauernden) Tag sollte nun die Periode der Nacht folgen. Und da waren die Wände zu anderen Welten besonders dünn, weil das alte Jahr zu Einbruch der Dunkelheit endete und das neue mit dem nächsten Tagesanbruch begann - die dazwischen liegende Nacht war somit ein Freiraum
Man glaubte, dass die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. Und da es sich
aufgrund dessen natürlich größtenteils um hochverehrte Ahnen handelte, standen die Lebenden dem Ereignis mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber - mit Achtung und mit
Scheu
Grundsätzlich hatten die Kelten ein recht unbefangenes Verhältnis zum Tod - man fürchtete weder das Sterben noch die Verstorbenen, aber da viel Unerklärliches damit verbunden war, blieb doch eine gewisse
Scheu
Solcherart wurden auch aus zweierlei Gründen Speisen und Getränke für die Besucher aus der anderen Welt bereitgestellt: Zum einen wollte man die Toten, die sich hier versammelten, ehren und zum anderen versuchte man sie damit abzuhalten, irgendwelchen Schaden an Haus und Bewohnern
anzurichten
Eines wusste man in jedem Fall: die Toten sollten nicht mit Lebenden zusammentreffen - also begab man sich trotz des Festtages früh zu Bett, um die Stuben den Besuchern zu überlassen. Und wer ein Geräusch hörte, ging dem besser nicht nach, denn nicht allzu selten waren Neugierige ganz einfach in den anderen Welten
verschwunden
Verschwunden nicht deshalb, weil sie den Toten zum Opfer gefallen waren, sondern weil sie - begünstigt durch die Nähe der Verstorbenen - im brüchigen Zeitengefüge auf der falschen Seite gelandet waren
Das Märchen vom Totengott ! Samhain Herr der
Toten ?
Eine bisweilen vertretene andere Meinung besagt, Samhain sei der Herr der Toten, der seinen Schäfchen zu Sommersende eine Nacht freigibt, um sich zu vergnügen (was eben Tote so drunter verstehen...). Nun ist es jedoch so, dass es für die Iren überhaupt keinen Herrn der Toten gab und umliegende Völker hatte nachgewiesenermaßen welche mit anderen Namen als
Samhain
So gerne wir sonst eigentlich zweite Meinungen mögen, werden wir diese Götter-Theorie also verwerfen. Es ist anzunehmen, dass sie vom Christentum verbreitet wurde, um das (in der Bevölkerung nicht auszurottende) 'heidnische' Fest Samhain in Misskredit zu bringen.
Ebenso als falsch anzunehmen ist der Erklärungsversuch, warum man sich zu Halloween
verkleidet
Die Behauptung, zu Samhain zurückkehrende Tote wären auf der Suche nach Lebenden, um in deren Körper zu schlüpfen (weswegen man sie mit Verkleidungen täuschen müsse), ist schlichtweg falsch. Im Grunde kann man von einer gewissen gegenseitigen Achtung der Lebenden und Toten füreinander ausgehen (es sind schließlich zumeist Verwandte), auch wenn ein Zusammentreffen vermieden
wurde
Für das Verkleiden gibt es wesentlich einfachere Erklärungen, vor allem diejenige, dass man weniger Scheu vor etwas haben muss, in dessen Haut man schon einmal gesteckt hat bzw. erfolgt durch das Nachmachen auch eine gewisse Verniedlichung. In jedem Fall steckt im Verkleiden sicherlich mehr Offensiv-Strategie als blanke
Angst
Darüber hinaus waren in der Nacht zu Samhain aus rein praktischen Gründen zahlreiche Bedürftige unterwegs - und denen fiel es aufgrund zerlumpter Kleidung nicht
schwer geisterhaft zu wirken
Halloween - Hallowe'en - All Hallowed Evening
Lange noch bevor im 16. Jahrhundert die Eroberung des amerikanischen Kontinents im Namen der Kirche mit barbarischer Gewalt und unter Ausrottung bodenständigen religiösen Brauchtums vollzogen wurde, befleissigten sich die geistlichen Würdenträger schlauerer Methoden, um die Christianisierung voranzutreiben:
Da es nahezu unmöglich war, die Menschen, die zwar grundsätzlich geneigt waren, den neuen Glauben (mehr oder weniger) freiwillig anzunehmen, auch davon zu überzeugen, von ihren alten heidnischen Bräuchen zu lassen, wurden alle wesentlichen Feste des Jahres ganz einfach auf christlich umgepolt
Aus alt mach neu verfügte der Papst
Papst Gregor IV verfügte bereits im Jahre 837, dass in Umwandlung von Samhain (unter Berücksichtigung des originalen Anlasses) ebenfalls Tote geehrt werden sollten und setzte für den 1. November Allerheiligen an (gefolgt von Allerseelen am 2.). Solcherart wurde Samhain als Vorabend zu Allerheiligen und weil Allerseelen ohnedies dem alten Fest noch näher stand, der Wind aus den Segeln genommen und die Menschen mussten sich nicht allzusehr in ihren Feieraktivitäten umstellen (im Grunde überhaupt nicht)
Doch die Toleranz gegenüber dem Alt-hergebrachten (weil Heidnischem) hielt nicht an und weil sich der Samhain-Gedanke partout nicht zurückdrängen lassen wollte, führten die Protestanten, in deren Herrschaftsgebiet die keltischen Bräuche fielen, im 16. Jahrhundert All Hallowed Evening (verkürzt Hallowe'en ) als christliche Feier
ein
Jedoch auch dieser Versuch scheiterte auf Dauer, zumindest im Gebiet der heutigen USA. Der Herrschaft der Anglikanischen Kirche Entronnene (vorwiegend Iren) kehrten sukzessive zum alten Brauchtum zurück und haben es lediglich erheblich modernisiert und das heutige Halloween in den USA daraus gemacht:
Ein durchaus nicht christliches
Fest
den Christen ein Dorn im Auge.. diese
Feststimmung zu Halloween !
Jedenfalls entspricht die geradezu gigantische Feststimmung zu Halloween wohl kaum christlichen Vorstellungen, aber wer kann es den US-Amerikanern verdenken: Mangels eines Karnevals oder Faschings (womit auch Mardi Gras nicht vergleichbar ist, welches Fest überdies auch hauptsächlich in den französischen Gebieten in New Orleans und Umgebung gefeiert wird), müssen die Amerikaner ihre Ausgelassenheit und ihr närrisches Treiben in eine einzige Nacht verpacken -
in Halloween
eben
Es ist schon ein wenig amüsant (eigentlich sogar rührend), par distance zu beobachten, wie verschiedene christliche Gemeinschaften und Kirchen der USA bemüht sind, wenigstens noch etwas zu retten ohne gegen die übermächtigen Wölfe zu heulen und darum kämpfen, wenigstens den Jack
O'Lantern, den durch und durch heidnischen Halloween-Kürbis, zu einem christlichen Symbol umzugestalten und den Kürbis mit ausgeschnitztem Kreuz zu propagieren
Schädel pizza bis zu „Aug-apfel in Eiter" - Um die Nacht der verirrten Seelen zu überstehen, benötigt man vor allem einen guten Magen. Wir haben die ekeligsten Ideen für ein perfektes Halloween-Menü. Schmeckt aber
trotzdem !
Richtig Gruselig Essen
Zu Halloween sich nicht nur stilecht kleiden, sondern auch so richtig gruselig
essen, das ist laut der digitalen Rezeptbörse chefkoch.de ganz einfach. In drei bis 25 Minuten lassen sich
ganze Körperteile in essbaren Häppchen formen, die neben Ekel auch ein bisschen Genuss hervorrufen sollten. Zum Aperitif reicht der bewusste
Halloween Koch Blut-Bowle, in der Traubensaft, Rum und Tequila mit Gelatine angedickt und in einem ausgehöhlten Kürbis serviert
werden
Als Vorspeise werden abgehackte Finger kredenzt. Dabei bricht man einfach Frankfurter Würstel in der Mitte auseinander, ritzt mit einem Messer die Hautfalten ein und dekoriert die Spitze mit Mandelblättchen. Dekoration und Essfreude in einem bringt das Ketchup, am Ende der Würstel als
Blutersatz aufgetragen
Schädelpizza
Für vegetarische Monster gibt es zur Hauptspeise Schädelpizza, für die
Fleischfresser einen ganzen Fuß, wahlweise auf Blattsalat oder Zwiebel. Dazu nehme man einen normalen Pizzaboden und bestreiche ihn mit Paradeisermark. Käsescheiben werden so geschnitten und aufgelegt, dass sie die Umrisse eines Schädels ergeben. Pfefferonistückchen stellen die Augenhöhlen dar, als Nase dient ein halbierter Champion und das Gebiss wird aus Paprikastücken geformt. Nach 20 Minuten bei 180 Grad kann in den Schädel gebissen werden. Für den „abgehackten Fuß" wird rund ein Kilo Faschiertes zu einem Fuß geformt und mit roter Lebensmittelfarbe bestrichen. Eine dicke Scheibe Zwiebel mimt den abgetrennten Knochen zum Bein, auch hier kann und darf wieder Ketchup als Blutersatz
herhalten
Glibberhände
Für die ganz Süssen hat die Halloween Küche natürlich auch vorgesorgt: Gewählt werden kann zwischen
Glibberhände - passend zum abgehackten Fuß - oder „Augäpfel in Eiter". Bei ersterem wird Götterspeise gekocht und dann in sterile, ungepuderte Vinyl-Einweghandschuhe gefüllt. Im Kühlschrank erstarren lassen, aus den Handschuhen schneiden und mit Gummiwürmern und Rosinen schmücken. Für „Augäpfel in Eiter" wird Vanillepudding zubereitet, als Augäpfel werden Litschis mit in der Mitte hineingesteckten roten Trauben verwendet. Vor dem Abkühlen in den Pudding stecken und als Draufgabe mit rotem Zuckerguss (Adern) oder Himbeermarmelade (Blut) dekorieren
weitere Rezepte für Halloween:
Colcannon, Kürbis und Co
Bevor wir uns dem Kürbis zuwenden, noch ein kurzer Ausflug zu anderem
Traditionellen
Der Kürbis ist ja ein amerikanisches Gemüse und wurde erst von Kolumbus nach Europa gebracht. Und hier wurde er in der Beliebtheit von einem anderen, ebenfalls durch den regen Entdecker übermittelten Gemüse bei weitem übertrumpft: Der Kartoffel. Es ist deshalb auch wenig verwunderlich, dass das irische Festagsgericht für Halloween aus Kartoffeln und Heimischem (Kohl) besteht
Rezepte aus Irland - Colcannon
Als Basis für Colcannon benötigen Sie Kartoffeln und Kohl (etwa im Gewichtsverhältnis 1:1), ein paar Esslöffel gehackte Frühlingszwiebel, Butter und Milch (nach
Bedarf)
Die Kartoffeln werden in Wasser gekocht (15 Min.) und anschließend fein
zerstampft
Der Kohl wird in Wasser gedünstet (10-15 Min.) und nach dem Abtropfen gemeinsam mit dem Frühlingszwiebel in Butter zart
angebraten
Nun werden die beiden Massen (Kartoffeln und Kohl) miteinander
vermengt
Die Würzung wie üblich nach Geschmack - da es ein deftiges Mahl ist, kann auch deftigere Würzung (wie etwa Pfeffer) verwendet werden und schon aus optischen Gründen sollte Petersilie oder ähnliches darübergestreut werden. Es ist auch passend, dem Colcannon cross gebratene Speckwürfelchen beizufügen
Auch wenn Colcannon früher Hauptspeise war, wird man es heute eher als Beilage verwenden - klarerweise nur zu Fleischspeisen, die selbst sehr gehaltvollen Geschmack haben (Filets Mignon würden ein wenig zurückgedrängt erscheinen...)
Sehr geeignet als Beilage ist Colcannon auch für gehaltvolle, gebratene Würste und - schließlich sind wir kulinarisch ja noch immer in Irland - für Black Pudding
Rezepte aus Irland - Black Pudding
Keine Sorge - es ist schlicht nur eine Blutwurst (auch Blunz'n genannt), die hier mit einem weniger martialischen Namen versehen
wurde
Und die müssen Sie auch nicht selbst machen (es sei denn, Sie haben den entsprechenden Beruf gelernt), die kaufen Sie
einfach
Und da hätten wir auch gleich wieder eine kleine Überleitung zum Schabernack-Futter:
Wenn Sie die Blutwurst beim Braten nicht in Scheiben belassen, sondern ebenfalls breiig zerteilen, dann bekommen Sie eine Masse, die sich - mit entsprechend kreativer Dekoration - würdevoll in die Gilde der Grusel-Futter einordnen lässt
..mit Äpfeln und Kohl
Eine Alternative zum Colcannon und sicherlich die noch traditionellere, denn Äpfel gab es immer schon in Europa. Und weil es verschiedenste Sorten von Äpfeln über sehr lange Zeit im Jahr gibt, haben sie schon in frühesten Zeiten eine große Rolle in der Küche der
Herbst winterlichen Monate gespielt, so auch zu Samhain/Halloween.
Für die Apfel/Kohl Mischung benötigen Sie eben diese beiden (1:1, eventuell etwas mehr Kohl, wenn die Äpfel sehr insensiv schmecken). Dazu kommen noch: Normaler Zwiebel und etwas
Speck
Der Kohl wird gedünstet (10 - 15 Minuten)
Gehackte Zwiebel und Speckstückchen (wahlweise auch in kleinen Streifen) werden kurz
angebraten
Zwiebel und Speck werden aufgegossen (mit Suppe) und die Äpfel (in Scheiben) beigefügt (10 - 15 Minuten dünsten lassen)
Danach werden Kohl und Äpfel/Zwiebel/Speck vermischt (wobei die Äpfel nicht extra zerstampft werden, es reicht, wenn Sie etwas zerfallen)
Würzung ist hier nicht so sehr vonnöten, da die Äpfel ohnedies dominieren - Würzen Sie halt nach Geschmack, wenn Sie wollen (Pfeffer...)
Apfel Pratie
Da wir a) nun schon wissen, dass Äpfel hohe Halloween Tradition haben und
b) vielleicht auch noch eine Nachspeise benötigen, zwingt sich dieses Gericht aus Äpfeln und Kartoffeln (irisch Pratie ) geradezu
auf
Wenn Sie eine runde Backform mit etwa 25cm nehmen, benötigen Sie folgende Zutaten:
Verrühren Sie das Kartoffelpüree mit 20 dag Mehl, 6 Esslöffeln Zucker und einem nicht gehäuften Teelöffel Backpulver zu einem
Teig
Stellen Sie die Masse für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank
Anschließend teilen Sie den Teig (nicht ganz halbieren, der Boden braucht ein bisschen
mehr)
Fetten Sie die Backform und rollen Sie die etwas größere Hälfte des Teiges so lange aus, bis Sie den Boden der Backform bedeckt und an den Rändern der Backform etwas heraushängt
Bedecken Sie den Boden mit Apfelscheiben (nicht zu dünn geschnitten, etwa 1 cm
Dicke)
Streuen Sie etwas gemahlenen Zimt über die Äpfel und träufeln Sie 3 Esslöffel Honig darüber
Rollen Sie den restlichen Teig aus, bis er etwas größer als die Backform
wird
Drücken Sie die Ränder etwas zusammen und entfernen Sie überschüssigen
Teig
Bringen Sie ein paar Schlitze an (der Dampf muss entweichen können)
Bestreichen Sie die Oberfläche mit etwas Ei und streuen Sie mäßig Zucker darüber
Im vorgeheizten Rohr (190°) backen Sie den Kuchen nun eine gute halbe Stunde
goldbraun
Bei 20cm: Minus ca. 1/3, Bei 30cm: Plus ca. 1/2
Barmbrack
Im Grunde ist dieses traditionelle irische Süssgebäck nicht viel anderes als ein Rosinenbrötchen. Barm heisst Hefe und Brack
so etwas wie Süsses Brot
Barmbrack wäre nicht einmal besonders charakteristisch für die irische Küche, wäre mit dem unschuldigen Kuchen nicht ein folgenschwerer Brauch verbunden:
Prophezeiungen zu
Halloween
Je nachdem, wer welchen Gegenstand aus seinem Stück des Barmbrack herausholt, den erwartet im nächsten Jahr unterschiedliches: Ein Stück Stoff etwa sybolisierte Armut, ein Ring Heirat, eine Bohne (männlich) oder Erbse (weiblich) bedeutet unverheiratet bleiben etc.
Wenn Sie also zu Halloween auch dem Schicksal in die Karten blicken möchten (und vielleicht noch Ihre Kreativität spielen lassen, was die Symbole anlangt), müssen Sie zuerst einen Barmbrack backen
Sie brauchen dazu einmal eine runde Backform (etwa 30cm), sowie Mehl, Hefe/Germ, Zucker, Milch, Butter, Eier, Salz und
Rosinen
Zuerst geben Sie 15 dag Mehl in ein Gefäß und bilden in der Mitte eine
Vertiefung - In die Vertiefung kommen ca. 3 dag Hefe/Germ (klein zerbröckelt), 1/4l Milch (lauwarm) und etwas
Zucker
Verrühren Sie nun die Masse zu einem Vorteig
Lassen Sie den Teig etwa 20 Minuten zugedeckt rasten
Nehmen Sie 35 dag Mehl, 6 dag Zucker, 1/8 kg Butter (nicht vom Kühlschrank), 2 Eier, etwas Salz und (das ist dann allerdings nicht sehr irisch) geriebene
Zitronenschalen
Vermischen Sie alles Angegebene mit dem Vorteig und kneten Sie es tüchtig
durch
Schlagen Sie jetzt den Teig - wenn er blasen wirft, ist er soweit
Lassen Sie den Teig jetzt eine gute halbe Stunde (zugedeckt) ruhen
Mengen Sie jetzt 10 dag Rosinen unter den Teig, Sie können auch kleingeschnittene Trockenfrüchte
nehmen
Füllen Sie den Teig in die vorgefettete Form und lassen Sie es nochmals etwa eine Viertelstunde
rasten
In der Zwischenzeit heizen Sie das Backrohr auf 200° auf
Backen Sie nun den Teig 1 Stunde lang (unten) und bestreichen Sie ihn gleich nach dem Herausnehmen noch mit etwas flüssiger
Butter
Möglicherweise könnten die traditionellen Prophezeiungen nicht mehr in unsere Zeit passen, also dürfen Sie ruhig Modernisierungen vornehmen, man hat sich da auch früher bereits den Gegebenheiten
angepasst
Bester Bösewicht: Christopher Walken (Nominierung)
Johnny Depp als Constable Ichabod Crane, Ichabod Crane ist Police Constable in New York im Jahre 1799. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden ist er seinen Vorgesetzten ein Dorn im Auge, und nachdem er in einem Prozess die Meinung äußert, dass ein Angeklagter die Möglichkeit bekommen sollte, sich zu entlasten, wird er vom Richter kurzerhand nach Sleepy Hollow strafversetzt. In dem kleinen Örtchen sind einige Morde geschehen, die Crane aufklären soll – während seine Vorgesetzten sich davon versprechen, die Arroganz des jungen Ermittlers zu
brechen
In Sleepy Hollow angekommen, hört Crane eine höchst ungewöhnliche Geschichte: Ein hessischer Söldner, der im Dienste einer deutschen Prinzessin auf Seite der Briten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft hat und letztendlich enthauptet wurde, soll wieder zum Leben erwacht sein und nun als kopfloser Reiter die Einwohner des Ortes scheinbar wahllos ermorden. Crane, der nicht an übernatürliche Phänomene glaubt, ist zunächst der Meinung, dass er mit wissenschaftlichen Methoden eine logische Erklärung finden wird. Hilfe bei seinen Ermittlungen bekommt Ichabod zunächst nur von Katrina van Tassel, der schönen Tochter seines Gastgebers und dem jungen Masbath, dessen Vater ebenfalls ein Opfer des kopflosen Reiters
wurde
Doch sogar als er den toten Masbath ohne Kopf sieht, denkt Crane, die Morde seien von einem Täter aus Fleisch und Blut begangen worden. Das ändert sich erst, als Bürgermeister Phillips vor seinen Augen von dem Hessen enthauptet wird. Nun beginnt Crane zu verstehen, dass es auch noch eine andere Welt gibt, an die er bis jetzt nicht geglaubt hat. Zusammen mit dem jungen Masbath und Katrina Van Tassel beginnt er sich auf die Suche nach dem Grab des Enthaupteten zu machen. Jedoch finden sie dort nur seinen Körper, der Kopf fehlt. Crane stellt die Vermutung auf, dass die Person, die im Besitz seines Schädels ist, auch die Macht über ihn hat, und dass der Hesse solange weitermorden wird, bis er seinen Kopf gefunden hat. Während der Ermittlungen Ichabod Cranes häufen sich die Leichen in Sleepy Hollow. Schließlich kommt Crane zu dem Schluss, dass Baltus Van Tassel, der Vater von Katrina, der Einzige ist, der Macht über den Hessen zu haben
scheint
Katrina wendet sich wegen dieses Verdachts von Ichabod ab. In der Nacht jedoch, als sich die ganze Stadt in der Kirche versammelt, wird Baltus Van Tassel von dem Reiter ohne Kopf mit einem Teil des Kirchenzauns tödlich verletzt und anschließend enthauptet. Daraufhin beschließt Ichabod Crane abzureisen. Er denkt, dass Kathrina für die Morde verantwortlich ist, will dies aus Liebe zu ihr jedoch nicht öffentlich aussprechen. Auf der Reise erkennt er jedoch, dass Katrina nur versuchte die Dorfbewohner und ihn selbst mit Hexerei zu beschützen, woraufhin er beschließt unverzüglich zurückzukehren
Katrina wurde jedoch inzwischen von der Person, die in Wirklichkeit den Schädel und somit die Macht über den Hessen besitzt, entführt: Lady Mary Van Tassel. Der junge Masbeth und Ichabod Crane können Katrina befreien und flüchten vor dem Hessen, worauf eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. Jedoch gelingt es Crane, Lady Van Tassel den Schädel des Enthaupteten abzunehmen. Er wirft ihn dem Hessen zu, der ihn sich zurück auf seine Schultern setzt. Daraufhin reißt dieser Lady Van Tassel an sich und reitet mit ihr in die Hölle
Nachdem dieser Albtraum vorbei ist, verlässt Ichabod Sleepy Hollow und kehrt in Begleitung von Katrina und Masbath nach New York zurück