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Wicca Jahreskreis

Der Wicca Jahreskreis, auch Jahresrad genannt, bezeichnet das in der Wicca-Religion gebräuchliche System von 8 jahreszeitlichen Festtagen, das den Zyklus von Werden und Vergehen in der Natur symbolisiert. Es hat große Ähnlichkeiten mit dem im keltischen Neuheidentum gebräuchlichen keltischen Jahreskreis. Beide Systeme sind nicht antiken Ursprungs, sondern eine moderne Verbindung der vier keltischen Hochfeste mit den germanischen Sonnenwendfesten und der Verehrung der Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen durch bronzezeitliche Kulturen. Auch die Namen für zwei der Festtage (Litha und Mabon), sowie viele der Rituale, sind moderne Neuschöpfungen

Wicca Jahreskreis

Der Wicca Jahreskreis und die 8 Hexenfeste

Der Wicca Jahreskreis ist eine Allegorie, die den Wechsel der Jahreszeiten bzw. des Jahreslaufes innerhalb des Jahres beschreibt und von einem achtspeichigen Wagenrad  symbolisiert wird. Dieses System der 8 Feste (vier keltische Hochfeste oder Feuerfeste und vier Sonnenfeste) ist in dieser Form den älteren heidnischen Kalendern unbekannt und ist eine neue Kombination von verschiedenen älteren Traditionen durch die Wicca Religion. Das Symbol des Jahresrades (mit vier Hochfesten) ist aber tatsächlich keltischen Ursprungs und könnte sogar noch auf die vorkeltischen Erbauer der archäastronomischen Kreisgrabenanlagen und Steinkreise zurückgehen (dort jedoch als Radkreuz mit den vier Sonnenfesten).

In Wicca oder in den davon beeinflussten neopaganen Religionen, werden natürliche Prozesse als zyklisch angesehen. Der Zeitablauf innerhalb eines Jahres, aber auch die Entwicklung des Menschen von der Geburt bis zum Tod, werden daher ebenso als zyklisch angesehen. Diese Zyklen werden auch mit dem Tod und der Wiedergeburt des Gottes und der Fruchtbarkeit der Göttin in Verbindung gebracht.

Die 8 Haupt-Feiertage, genannt Sabbats, richten sich nach dem Jahreslauf (die teils nach festen Daten, teils nach natürlichen oder astrologischen Ereignissen berechnet werden). Die Feste werden meistens im großen Stil wie eine "Party" gefeiert, ggf. gerne auch von mehreren Coven gemeinsam, falls ausreichend Platz dafür vorhanden ist.

Diese Feste wurden von unterschiedlichen frühen Kulten und Religionen, insbesondere keltischen und germanischen Ursprungs, übernommen. Bei den Inselkelten waren ursprünglich nur die vier Hochfeste (Samhain, Lugnasad, Imbolc und Beltane) bekannt. Die Feier der Sonnenwenden kam erst durch die germanische Eroberung hinzu, während die Tagundnachtgleichen von den Kelten und Germanen niemals gefeiert wurden, im Gegensatz zu den älteren vorindoeuropäischen Megalithkulturen, die offenbar sowohl Sonnenwenden als auch die Tagundnachtgleichen feierten. Bei Festen, die später auch eine christliche Überformung erhielten, wird in der untenstehenden Auflistung jeweils darauf hingewiesen.

Der Jahreskreis beginnt der keltischen Tradition folgend mit Samhain, dem keltischen Neujahrsanfang

Neben den 8 Sabbat-Festen gibt es die 13 Esbats, die zu Ehren der Göttin bei Vollmond (manchmal auch Schwarzmond) veranstaltet werden. Bei ihnen handelt es sich um magische Arbeitstage

Licht- Feuer Feste Mondfeste oder Grosse Sabbate

Sonnenfeste oder Kleine Sabbate

Samhain am 31. Oktober: Feiertag für Kelten und Hexen

Samhain ist ein alter Keltischer Feiertag. Für Kelten und Hexen ist dies der Beginn des neuen Jahres. Samhain ist ein Sabbat des Zurückblickens und des In-die-Zukunft-Sehens, des Opfers, und der Regenerierung

Hexen blicken in dieser Nacht auf das alte Jahr zurück, um Bilanz zu ziehen. Die Zeit um Samhain herum ist das absolute Ende aller warmen Tage

Dies ist die Zeit, in der die Kälte tief in die Knochen zieht. In den Jahren bevor es Zentralheizungen gab, läutete Samhain schwere Zeiten ein. Es war die Zeit, in der Bauern alles Vieh schlachteten, das es nicht durch den Winter schaffen würde. In der Tat war Samhain ein Tag des Opfers. Die alten Kelten gingen sogar so weit, Menschen zu opfern (Glücklicherweise sind diese Zeiten vorbei!)

Aber Samhain ist auch die Nacht, in der der Schleier zwischen der Welt der Lebendigen und der Toten am dünnsten ist. Der Tradition nach, können die Verstorbenen in dieser Nacht frei auf der Erde umherwandeln. Dies ist das wunderbare Geheimnis der Samhainnacht: Das Versprechen des Lebens nach dem Tode und der Wiedergeburt. Nachdem wir im Garten der Göttin gespielt haben, heißt uns nun der Gehörnte Gott in seinem Reich willkommen. In der Katholischen Kirche ist Samhain übrigens als Allerheiligen bekannt

Das Fest Samhain ist stets das allerschönste. Der Tag hat einfach was magisches, das kann man nicht leugnen. Es wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Samhain wird auch Ahnenfest, Mittherbst, Totenfest und Halloween genannt. Das alte Jahr endet nun und gleichzeitig beginnt das Neue

Samhain ist die Zeit des Todes, des Endens, Loslassens aber auch die Zeit des Opfers. Die Schleier zwischen unserer Welt dem Diesseits und dem Jenseits sind in der Nacht sehr dünn. Leicht kann von daher der Kontakt zu Ahnen, Verstorbenen oder auch andere Geister aufgenommen werden. Sie spielen an dem Tag eine große Rolle... man ehrt sie, man stellt Bilder von ihnen auf, man deckt für sie einen Platz mit. Aus christlicher Sicht stiegen in dieser Nacht die Geister aus dem Fegefeuer empor zu uns. Auch für sie reservierte man einen Sitz am Tisch und stellte ein Schälchen auf, welches mit Butter gefüllt war. Das diente ihnen dazu die Brandwunden aus dem Fegefeuer zu lindern

Die damaligen Sterbebräuche waren äußerst interessant. Wenn jemand gestorben war, öffnete man alle Fenster und Türen um sicher zu gehen, dass die Seele auch wirklich die Möglichkeit fand aus dem Haus herauszufinden. Man hatte damals Angst davor, dass die Seele einen Lebenden mit in den Tod nehmen konnte. Daher läuterte man sofort nach Eintritt des Todes die Totenglocke, hielt die Uhren an (daher wird wohl oft berichtet, dass bei Todeseintritt die Uhren plötzlich stehen blieben) und man verhängte die Spiegel. Nach dieser Prozedur wurde der Leichnam aber auch die Seele gewaschen. War der Tote damals ein Bauer, war es üblich dies den Tieren mitzuteilen, weil man sich fürchtete, dass die Tiere mit dem Toten gehen würden. Was heute leider nicht mehr möglich ist, ist die 3-tätige Totenwache. Noch heute findet die Beerdigung meistens 3 Tage nach dem Tode statt. Danach wurde der Leichnam begraben. Da man früher meistens zu Hause starb und nicht wie heute im Krankenhaus, war das Raustransportieren der Leiche sehr kompliziert

Man wollte den Toten nicht auf dem üblichem Weg nach draußen bringen (wie etwa durch die Tür), denn der Weg der Lebenden sollte sich nicht mit dem Weg der Toten kreuzen. Daher wurde oft neben der Tür ein Loch in die Wand gerissen und der Leichnam wurde dadurch transportiert. Die Augen wurden gut verschlossen, damit wollte man verhindern, dass der Tote nochmal das Leben bzw. die Lebenden sieht und ihm dadurch den Tod zu erschweren. Auch drückte man dem Toten entweder in die Hand oder auf die Augen paar Münzen für den Fährmann

Samhain ist immer ein wenig traurig und fröhlich zugleich. Am Anfang trauert ich immer um liebe Verstorbene, dann weiß ich aber, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und der Tod eben nicht das Ende ist..

Typische Speisen von Samhain sind Äpfel, Kürbis, Nüsse, Brot, Korn, Kartoffel, Apfelwein und Rotwein

Jul am 21. Dezember:

die Jul Traditon ist für Hexen von großer Bedeutung

Die altgermanische Jul-Tradition wird immer noch in einigen Gegenden Deutschlands gefeiert. Die nur leicht geänderte, christianisierte Version, Weihnachten, findet einige Tage später statt. Für uns Hexen ist Jul von besonderer Bedeutung. Denn in dieser dunkelsten, kältesten Nacht des Jahres, wird das neue Licht wiedergeboren. Der Gehörnte Gott wird nun wieder in die Welt geboren. Nun ist es gewiss, dass die Welt um uns herum nicht wirklich tot ist, sondern nur schläft, sich wieder auf die Helle Hälfte des Jahres vorbereitet. Während die Eiche und die Birke völlig blattlos sind, stehen Tannen und Fichten noch in vollem Nadelkleid. Ich vergleiche diesen Sabbat oft mit dem weißen Punkt in der schwarzen Hälfte des Yin-Yang Symbols. Dies ist das Wunder des Jul-Sabbats. Der beschmückte Tannenbaum ist ein sehr alter heidnischer Brauch, und so ist auch das Geschenke geben

Jul... ein wirklich merkwürdiges Fest. Es ist einerseits die längste Nacht im Jahr, aber man freut sich auf darauf, das ab dieser Nacht die Nächte kürzer werden und die Tage länger. Jul wird auch Yule, Wintersonnenwende, Jule, Mittwinter und bei den Druiden auch Alban Arthan (das Licht Arthurs) genannt

Gefeiert wird es um den 21. Dezember herum. Die "Germanen" (die Germanen als Volk gab es gar nicht) dachten, dass an diesem Tag das Sonnenrad vollkommen zum Stillstand kam. Würde es sich weiterdrehen? Deswegen löschte man in dieser Nacht symbolisch alle Feuer und Lichter des eigenen Heimes um anschließend ein neuen zu entfachen. In einer mühsamen Prozedur, in der ein Holzpflock mit Hilfe von Schnüren auf Holz so lange gerieben wurde, bis das Feuer endlich entflammte. Es war das so genannte "Notfeuer". In dieses Feuer wurde dann ein Buchen- oder Wacholderholzstück hineingeworfen und ausgekohlt oder als Asche mit ins Haus genommen wurde. Das sollte Glück und Segen und Schutz vor Einschlägen bringen

Der Name "Dezember" leitet sich vom lateinischen ab. Decem, bedeutet das Jahr 10 (das war er auch nach römischer Zählung). Er wird/wurde auch Julmond, Jul, Christmanoth oder Heiligmond und Schlachtmond genannt. In dieser Zeit sind die Energien in der Natur vollkommen zum Stillstand gekommen; sie sammelt sich im inneren der Erde und wartet gespannt auf die wärmeren Tage....

Typische Speisen für Jul sind Wildbraten, Geflügel, Rotkohl, Zwiebel, Bratäpfel, Nüsse, Früchtekuchen und Lebkuchen. Als Getränke eigenen sich Kräutertees, Irish Coffee, Eierlikör, Glühwein und Weißwein. Die Farben des Festes sind rot, grün und gold

Imbolc am 2. Februar:

Sabbat der Fruchtbarkeit

Zu Imbolc feiern Hexen das erste Sich-Rühren des Lichts. Zu dieser Zeit wird das "Hochzeitsbett" der Göttin gemacht, in der sie sich zu Walpurgis mit dem Gehörnten lieben wird. Dies war die Zeit in der die Keltische Göttin Brigid verehrt wurde. Februar war auch der Monat der römischen Lupercalia. Die Priester Pans rannten zu diesem Anlass, nur mit einem Gürtel aus Ziegenfell bekleidet, durch die Straßen Roms und peitschten die Frauen der Stadt mit einem Riemen aus Ziegenleder. Dieses sollte ihnen Kindersegen versprechen. Es kann ihnen nicht so sehr missfallen haben, denn die römischen Frauen gingen für diese Gelegenheit, eines größeren Effekts zuliebe, selbst nackt auf die Straße. Imbolc ist also auch ein Sabbat der Fruchtbarkeit

Imbolc, auch Lichtmess, Brigid und Oimelc (Mutterschafmilch, da um diese Zeit die ersten Lämmer geboren werden) genannt, wird am 2. Febr. gefeiert. Imbolc ist das Fest des wiederkehrendes Lichtes und besitzt einen keltischen Ursprung. Nun sind endlich die drei dunkelsten Monate vorbei. Februar ist der kürzeste Monats, auch wenn er noch viel Kälte hat, kann man doch schon jetzt die ersten Frühlingsboten sehen. Ist euch auch aufgefallen, wie verrückt die Vögel zwitschern, wenn die Sonne scheint? An Lichtmess wird es spätestens Zeit sich Gedanken fürs kommenden Jahr zu machen und dazu die ersten Schritte zu planen. Setzt euch hin, meditiert ein bisschen, bzw. was man heute sagen würde, schaltet eure Gedanken mal ein und hört euch zu. Überlegt welche neue Ziele ihr euch selbst stellen wollt und welche Ideen ihr verwirklichen wollt. Stellt euch dabei die Fragen, wohin ihr gehen wollt, wohin ihr Kraft  investieren wollt? Und ob ihr wirklich glücklich seid? Doch seid nicht zu voreilig mit euren Zielen und Wünschen, denn wenn man sich zu früh nach draußen drängt, muss man sich vielleicht noch mit dem herrschen Frost auseinandersetzen. Noch sollte man stillhalten und walten

Imbolc wird auch das "Fest der tausend Lichter" genannt. Wie der Name schon sagt, ist es die beste Zeit Kerzen aufzuladen und sich spirituell zu reinigen. Dazu brauchst du natürlich Kerzen, einen spitzen Gegenstand zum Ritzen (Zahnstocher, Haarnadel, Nadel etc.) und Eiswasser (geschmolzenes Eis, durch echten Schnee, Eiswürfel etc.) Tauche die Kerzen mit ihrer unteren Hälfte in das Wasser. Dann sprichst du etwas ähnliches wie: "Ich weihe die Kerzen mit Hilfe des Lichts. Sie soll stets hell brennen in dunklen Zeiten. " Tauch dann nacheinander jede Kerze hinein und leg sie auf ein Handtuch. Dann nimmst du den spitzen Gegenstand und ritzt unten in die Kerze ein Pentagramm. Diese Kerzen eignen sich besondern wenn du dich schlecht fühlst und ein Licht am Ende des Tunnels brauchst. In der christlichen Tradition heißt der Tag Maria Lichtmess. Früher dachte man, dass die geweihten Kerzen Schutz vor Feuer, Blitzschlag und Tod geben könnten. Lichtmess steht für den Kessel (auch für die Göttin Birgit), der die Elemente Wasser und Feuer vereint

Der Name "Februar" kommt aus dem lateinischen (Februare) und bedeutet "reinigen". Es hängt auch mit dem Wort "fibris" zusammen, welches "Fieber" bedeutet. Daher ist auch der Februar ideal fürs große Reinemachen. Schmeißt endlich alles weg, was ihr über 2 Jahre nicht angefasst oder gebraucht habt. Sei es in den Mülleiner, zur Spende oder auf den Dachboden. Februar ist die Zeit des Verschenkens, loslassen und Platz machen's fürs Neue. Du kannst dich auch selbst reinigen, indem du deine Hände in Eiswasser tauchst und dabei etwas ähnliches sagst: "Alles, was noch vom letzten Jahr an mir haftet wird abgewaschen."

Die Farben des Festes sind weiß, grün und gelb. Als Speisen eignet sich Lammfleisch, alle Milchprodukte (Milch, Käse, Butter, Joghurt und Quark), Fisch und Honig. Beliebt waren auch kleine runde Brote bzw. Waffeln

Ostara am 1. März:

Zu Ostara feiern wir zugleich Tod und Fruchtbarkeit

Ostara ist die Frühlings Tagundnachtgleiche. Zu Ostara sind Tag und Nacht sind genau gleich lang. Von nun an ist der Tag stets länger als die Nacht. Der Symbolismus des Ostarafests ist zweifaltig: dem alten Mann Winter wird nun endgültig der Todesstoss versetzt, so dass der junge Lenz über das Land tanzen kann. Der Gehörnte Gott ist nun der unbändige Jugendliche, der sich seiner Kraft mehr und mehr bewusst wird, sie aber noch nicht weise benutzt. Er ist schön, stark, leidenschaftlich und wild. Er weiß aber, dass er sich von dem dunklen Vater völlig trennen muss, dass er auf seinen eigenen Füßen stehen muss und das um jeden Preis. Wenn der Vater sich dieser Tatsache widersetzt, dann kann das verheerende Folgen haben

Zu Ostara feiern wir zugleich Tod und Fruchtbarkeit. Wir feiern den Tod des Winters, den wir nun langsam satt haben. In manchen Gegenden Deutschlands werden zu Ostern deshalb auch Strohpuppen, die den alten Herrn Winter symbolisieren soll, verbrannt. Andere heidnische Osterbräuche in denen Feuer eine wichtige Rolle spielt sind Osterfeuer und Feuerräder. Traditionell wurden Osterfeuer auf allen Hügelkuppen im Land entzündet. Alle Acker, von denen das Osterfeuer gesehen werden konnte, sollten dadurch von den Göttern beschützt und gesegnet werden. Wagenräder, die mit Stroh umwickelt und brennend von Hügelkuppen gerollt wurden, kündeten den Sieg der Sonne über den Winter an

Der Fruchtbarkeitsaspekt des Ostarafests wird durch das Osterei symbolisiert. Das Ei symbolisiert das Welt-Ei, Verjüngung, Erneuerung, Wiedergeburt. Es ist das Universum, die Summe aller Seelen, die im Begriff sind, ihre Beschränkungen zu zerbrechen. Das Bemalen von und Suchen nach Ostereiern ist ein altehrenhafter heidnischer Brauch

Walpurgis am 30. April:

für viele Hexenpaare die Zeit zum Heiraten

Zu Walpurgis feiern wir die heilige Paarung von Gott und Göttin. Diese Paarung läutet dann auch endlich die Helle Hälfte des Jahres ein. Zu Walpurgis findet die harmonische Vereinigung von Gegenteilen statt. Die lichte Göttin und der dunkle Gehörnte Gott bekriegen sich nicht; sie ergänzen sich. Das Symbol dieses Sabbats ist der Maibaum. Der Symbolgehalt des Maibaums ist nicht schwer zu entschlüsseln. Er ist natürlich ein Baum; ein Baum des Lebens. Auf der spirituellen Ebene symbolisiert er als solches den Aufstieg der Seele, denn er verbindet Himmel und Erde. Aber der offensichtliche und wichtigere; Symbolismus ist sexuell. Der Maibaum ist das Glied, die Krone des Maibaums die Scheide

Viele Hexenpaare finden es sehr romantisch, um Walpurgis herum zu heiraten

Zu Walpurgis wird aber nicht einfach das romantische Element gefeiert. Es geht hier um die Vereinigung von Gegensätzen. Wenn wir uns aber mit unserem Gegenüber vereinigen, dann finden tiefgreifende Veränderungen in uns statt. Wir müssen ein unbekanntes und oft gefürchtetes Territorium betreten. Wenn wir in unsere eigene Welt zurückkehren, dann haben wir etwas von uns dort zurückgelassen und wir haben etwas von dort mitgenommen

Mittsommer am 21. Juni:

Hexen feiern die Pracht der Sonne und gedenken der Sterblichkeit

Mittsommer ist der längste Tag des Jahres. Hexen feiern, auf der einen Seite, die Pracht der Sonne und freuen sich ihres Lebens. Auf der anderen Seite werden sie sich ihrer eigenen Sterblichkeit bewusst gemacht, denn von nun an werden die Tage wieder kürzer. Dies entspricht in vieler Hinsicht dem Lebenszyklus

Unsere Zwanziger sind der Höhepunkt unseres Lebens. Jedoch werden wir in dieser Zeit auf unsere Grenzen hingewiesen. Wir müssen Geduld und Opferbereitschaft in dieser Zeit lernen. Man hat uns erst kürzlich in die Welt der Erwachsenen aufgenommen, und bevor wir all ihre Privilegien genießen dürfen, müssen wir erst ihre Spielregeln kennen lernen. Es ist gut für uns, dass unsere Kraft zu dieser Zeit am größten ist, denn die Lektionen, die wir nun lernen müssen, sind schwer

Zu Mittsommer feiern wir unsere Lebenskraft und gedenken zur selben Zeit unserer Sterblichkeit

Lammas am 30. Juli:

Das Fest des Lugh, dem Keltischen Sonnengott

Das Hauptthema dieses Sabbats ist das Wachsen des Getreides, Erwartung der Ernte und eine weitere rituelle Paarung der Göttin und des Gehörnten. Lammas ist die Zeit der Reifung. Die alten Kelten feierten dieses Fest als Lughnasadh (sprich: Lu-na-sad), das Fest des Lugh, dem Keltischen Sonnengott. Janet und Steward Farrar, in A Witch's Bible, Compleat, erzählen schaurige Sagen von Lugh, der seinen Vater in einer Schlacht besiegt und kastriert (und in einigen Varianten der Geschichte sogar tötet). Sie beschreiben auch, wie die Kelten aus diesem Anlass Menschen opferten. Das Opfer, das für eine gewisse Zeit der Kornkönig gewesen war, lieferte sich angeblich freiwillig dem Messer aus. Dieser Brauch ist allerdings sehr, sehr lange außer Mode. Man muss nicht jeden alten Brauch sinnlos nachäffen

Die Farrars weisen allerdings auch darauf hin, dass in späteren Versionen dieser Sage Lugh eine ältere Form von sich selbst bezwingt und dann phönixartig wieder aufersteht

Herbst Tag und nachtgleiche am 21. September:

Erntedankfest

Ostara kündigt das Ende der Dunklen Jahreshälfte an. Die Herbst Tagundnachtgleiche kündigt demzufolge das kommende Ende der Hellen Jahreshälfte an. Noch sind Tag und Nacht gleich lang, aber die Tage werden nun kürzer und kälter. Bald wird Großvater Winter mit der Greisin über das Land wandern und alle, die nicht stark genug sind, in das Schattenreich nehmen. Aber die Herbst Tagundnachtgleiche ist kein Tag des Schreckens. Hexen wissen, dass Leben und Tod wie zwei Seiten einer Münze sind. Sie wissen, dass sie den Winter und den Tod nicht zu fürchten haben. Das Hauptthema der Herbst Tagundnachtgleiche ist die Ernte und Dankbarkeit für alles Gute, das die Götter in diesem Jahr beschert haben

Hexensabbat

Hexensabbate sind weder wilde Orgien, die Blutopfer fordern,  noch satanistische oder magische Rituale. Dies ist ein Zerrbild, das von Inquisitoren in der Zeit der Hexenverfolgung und in schlechten Horrorfilmen verbreitet wurde

Die Sabbate sind die Feiertage der Hexen, an denen sie sich mit den Energien des Kosmos und den Göttern vereinigen

Rituale werden in der ganzen Welt gefeiert

Rituale finden immer noch in der ganzen Welt statt wie zB  Voodoo Rituale die in Westafrika zu bewundern sind Voodoo Ouangas Gads Mojos Voodoo Feuer Rituale und Donnerstein Anwendungen

...Gebote und Verbote

Jede Hexe sollte sich Gedanken über Gebote und Verbote machen, was sie tun und nicht tun will. Ich denke es ist nicht unbedingt sinnvoll, Gebote und Verbote aufzustellen, die irgendwer mal irgendwann verfasst hast. Besser ist es in dich hineinzuhorchen und ehrlich zu dir zu sein. Was willst du als Hexe tun? Und was nicht ?

Die wohl bekannteste Hexenregel ist: Schade niemanden, denn alles was du aussendest kommt 3x zu dir zurück. Ob das nun 1x, 3x oder 10x kann ich nicht beurteilen. Aber es steckt schon ein Funken Wahrheit inne. Wenn man Harmonie gibt, fühlt man sich auch gut, wenn man jemanden hasst und einen die Pest an den Hals wünscht, dann ist man sicherlich nicht glücklich. Das was man aussendet, trägt man in sich

Was du nie vergessen darfst ist, dass deine Gedanken Wirklichkeit werden können. Also denke 5x mal nach (nein noch besser 10x) ob du das Ritual oder jenen Wunsch so haben möchtest. Habe allerdings widerum kein schlechtes Gewissen, dich mal gehen zu lassen bzw. dich mal schlecht zu fühlen. Ja als Mensch/Hexe darf man auch mal schlecht gelaunt sein. Nur weil ich eine Hexe bin, muss ich nicht meine Gefühle unterdrücken, weil es erwartet wird, die Welt "positiv" zu sehen. Habe Mut zum "Schattendasein"

Vertrau mir auch in der Hinsicht, dass Hexen, die mehrere hundert Euro von dir wollen, keine Hexen sind sondern Betrüger. Eine Hexe hat auch nicht mehr verdient wie einen ganz normalen Stundenlohn. Die Ausbildung zur Hexe darf nichts kosten! Außer den Ersatz von Materialien

Achte die Natur. Ehre Sie, so wie sie uns ehrt, indem sie uns Essen, Feuer, Erde, Wasser und Luft zum Atmen gibt. Ehre sie, denn sie lebt. Höre zu, denn sie spricht. Genieße sie, denn sie hat allerlei Süßes für uns. Schau sie dir an, denn sie verbirgt noch viel mehr für uns Menschen

Außerdem: Keiner hat das Recht in deinem Buch der Schatten zu lesen. Außer das Buch der Schatten deiner Lehrerin oder deines Lehrers, weil sie dir daraus etwas lehrt! Aber nicht umgekehrt !

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