Hexenkult - Traditionen der alten Religion

Die Frage ob man dazu gehört oder nicht? Dies und noch vieles mehr ist es - was den Hexenkult ausmacht - weshalb wir den Göttern dienen - weshalb wir die alte Religion der neuen vorziehen - Unsere Wahrheit ist die Poesie der Mythen und Legenden - die Macht der Zauberkräfte - die Energien von Sonne und Mond von Großer Göttin und Gehörntem Gott

Hexenkult

Hexenkult

was den Hexen-Kult ausmacht

Dies ist es, was wir noch heute tun, gleich welcher Tradition wir uns zugehörig fühlen

Dies und noch vieles mehr ist es, was den Hexenkult ausmacht, weshalb wir den Göttern dienen, weshalb wir die Alte Religion der neuen vorziehen. Unsere Wahrheit ist nicht das objektive Laborfaktum des materialistischen Wissenschaftlers, sondern vielmehr die Poesie der Mythen und Legenden, die Macht der Zauberkräfte, die Energien von Sonne und Mond, von Großer Göttin und Gehörntem Gott

» Denn wir sind Hexen, weil wir Menschen sind «

Hexenkult

Heutige weibliche Hexen

Zahlreiche heutige Hexen sind davon überzeugt, dass die Verehrung des Weiblichen und der (fast) ausschließliche Umgang mit seinen Energien den ursprünglichen Weg des Hexenkults darstellt. Der Mann spielt dabei eine untergeordnete Rolle, oft wird er zu den rein weiblichen Covens nicht zugelassen, ebenso häufig wird auch der Kult des Gehörnten völlig ausgeklammert zugunsten eines alleinigen Umgangs mit der »Himmelsgöttin«

die Hexen-Szene eine bunte Szene ?

Da unsere Szene so bunt ist, bleiben Richtungskämpfe und Reibereien natürlich nicht aus auch dies wollen wir nicht verschweigen. Doch wo wäre das nicht so? Immerhin beweist es, dass der Hexenkult so lebendig und flexibel ist wie eh und je. Ja gerade diese scheinbare »Anarchie« ist vielleicht seine größte Stärke, macht sie unseren immer noch geifernden, allzu mächtigen Verfolgern doch die Sache äußerst schwer! Darüber hinaus fördert sie die Selbstkritik und lässt die Bewegung immer neue Impulse aufnehmen, die ihrer Weiterentwicklung dienen

Die Geschichte des Hexen-Kult's

fängt erst an..

Die Geschichte des Hexenkults ist noch lange nicht zu Ende, ja es sieht sogar danach aus, als hätte sie gerade erst angefangen! Täglich stoßen neue Menschen zu uns, wächst unsere Zahl, wächst auch die Zahl jener, die zu verstehen beginnen, dass wir Hexen keine finsteren »Teufelsanbeter« sind, die es nur darauf abgesehen haben, Chaos und Zerstörung zu verbreiten und harmlose Christenmenschen um ihr Seelenheil bringen. Gewiss, wir lieben das Christentum nicht, aber noch nie hat eine Hexe einen Christen wegen seiner Weltanschauung verfolgt, gemartert oder gar getötet

Bilanz ! Hexenkult

Und wie sieht zum Vergleich die Bilanz der anderen Seite aus? Mögen die Sektenpfarrer und ihre ferngesteuerten Staatlichen Marionetten noch so sehr wettern, mag die Skandalpresse sich noch so sehr bemühen, unsere Riten durch den Schmutz zu ziehen, eine Lehre erteilt uns die Betrachtung der langen Geschichte des Hexenkult doch immer wieder  Hunderte von Jahren der systematischen Ausrottung haben es nicht vermocht, dem Menschen seine religiöse und weltanschauliche Freiheit auf Dauer zu rauben. Immer und immer wieder erkennen die Götter die Ihren und lassen sie teilhaben an ihrem Wissen, ihrer Macht und ihrer Kraft, lehren sie den Menschen, was seine Aufgabe auf dieser Welt ist und wie er mit ihren Problemen umgehen kann, ohne dabei in die Humorlosigkeit starrer Dogmen zu verfallen und in jedem Andersdenkenden eine tödliche Bedrohung zu wittern

Nicht wir Hexen haben Abermillionen solcher Andersdenkenden auf qualvollste Weise dem Folter und Feuertod ausgeliefert, nicht wir Hexen waren es, die den Schlachtruf des »heiligen« Domingo beim Katharerfeldzug formulierten: »Tötet sie alle! Der Herr wird die Seinen schon erkennen!« Nicht wir Hexen sind verantwortlich für die Ausblutung zahlloser Völker durch Kolonialismus und Vormachtsdenken, nicht wir erfanden Rassismus und Frauenunterdrückung, nicht wir sind verantwortlich für Konzentrationslager, Apartheid und Sklaverei

Nicht ein Krieg, den man uns anlasten könnte (wenngleich wir im Kriegsfall häufig genug im Geheimen dazu beitrugen, unserem Volk mit Zaubern zu dienen, wenn es in Not geraten war), nicht ein Kreuzzug, nicht ein Akt der Lynchjustiz. Wenn wir, was in Urzeiten bisweilen geschah, unseren Erntekönig rituell töteten (ein Akt zudem, der schon sehr bald nur noch rein symbolisch durchgeführt wurde), so war dies kein heimtückischer Mord aus dem Hinterhalt, stets geschah es mit dem Einverständnis dieses Erntekönigs; ja dieses Schicksal war ihm schon bewusst, als er  - freiwillig! sein Amt annahm, es war ein bewusstes Opfer für sein Volk, für die Fruchtbarkeit der Felder und der Erde, eine Gegenleistung für das Geschenk des Lebens mit all seiner Freude und all seinem Leid

Hexen sind anders ?

Und immer, immer wieder projizierten sie ihre Ängste und ihr eigenes schlechtes Gewissen auf uns und auf alles, was wir unser nannten. Diese sicherlich recht heftigen Bemerkungen wären nicht erforderlich, wenn nicht auch heute noch Hexen verfolgt würden und zwar nicht etwa, weil sie Böses wären, sondern weil sie anders sind, und wenn es bei uns inzwischen nicht halbwegs »zivilisierte« Gesetze gäbe, würden noch immer (und nicht: »schon wieder«!) Tausende von Verfolgern nur zu gern nach ihren Zündhölzern greifen, um die Scheiterhaufen einmal mehr gen Himmel lodern zu lassen und mit ihrem Rauch zu ihrer eigenen Schande das Antlitz von Vater Sonne und Mutter Mond zu verdüstern

Hexen-Toleranz - Leben und Leben lassen

Denn man mag gegen das Heidentum manches einwenden, nicht aber, dass es intolerant wäre! Gerade der Polytheismus fasst auf dem Prinzip von »leben und Leben lassen«. Die Römer, die bis zu ihrer späteren, für die europäische Entwicklung unserer Meinung nach höchst fatalen, Bekehrung zum Christentum urheidnisch dachten, waren gewiss Imperialisten erster Güte. Und doch verdrängten sie die Götter der von ihnen unterworfenen Völker nicht einfach oder verteufelten sie, wie dies das Christentum tat, sondern sie integrierten sie in ihren eigenen Pantheon, ja sie hatten sogar Altäre für »den unbekannten Gott«, den es erst noch zu entdecken galt

Eine solche Ehrfurcht vor dem Andersdenkenden ist dem Monotheisten fremd und die Geschichte zeigt reichlich, welch blutige Folgen dies hatte

Wer gehört zum Hexenkult?

Es bleibt die abschließende Frage: »Wer gehört zum Hexenkult?« Viele Hexen, vor allem reine Wicca Anhänger meinen, dass nur jemand, der von einer eingeweihten Hexe eingeweiht wurde, selbst Hexe werden kann. Andere wiederum empfehlen die Selbsteinweihung mittels geeigneter Heimrituale. Und schließlich gibt es noch jene Puristen (vor allem unter den so genannten hereditaries zu finden), dass man zur Hexe geboren sein und von der eigenen Hexenfamilie eingeweiht werden muss

die Frage, ob man dazugehört oder nicht

Im letzteren Fall geschieht die Einweihung nur selten formell und besteht viel eher in der Übermittlung von Wissen und Familientraditionen, bestimmten Zaubertechniken und ähnlichem. Doch tatsächlich ist eine solche Unterscheidung nur eine Frage der persönlichen Einschätzung. Ich bin, der Auffassung, dass jeder sich zum Hexenkult zählen kann, der dies will, sofern er bereit ist, die Alten Götter zu verehren, ihre Kraft und Macht persönlich zu erfahren und in die Praxis umzusetzen. Wir erkennen einen jeden solchen Menschen an, gleich welcher besonderen Richtung er zugehören mag, denn ist die Frage, ob man »dazugehört« oder nicht, nur von den Göttern selbst zu entscheiden

Hexen Entwicklungs-Prozess

mit erfahrener Hexe

Auch die formelle Verleihung von Graden ist schließlich nur ein veräußerlichter Akt, der einen inneren Entwicklungsprozess symbolisieren  soll und ohne diesen wertlos ist, wie wir noch sehen werden. Das gleiche gilt für die förmliche Einweihung. Sicherlich ist es für jeden Anfänger sinnvoll, sich zu Beginn der Leitung einer erkundigen, erfahrenen Hexe anzuvertrauen, um die Grundlagen dessen, was man auch die »Hexenkunst« (im Englischen: »the craft«) nennt, besser kennen zulernen und zu verstehen; doch wenn es darauf ankommt, zeigt sich erst bei der gemeinsamen Arbeit im Ritualkreis, wer sich wirklich Hexe nennen kann und wer (noch) nicht. Nicht dass wir solche Urteile fällen würden: Die meisten Hexen wollen sich lediglich vergewissern, dass die individuellen Energien miteinander harmonisieren und dass man tatsächlich auf Dauer fruchtbar zusammenarbeiten kann

Gemeinsame Energie-Arbeit und das Hexenevangelium

Immerhin ist die gemeinsame Energiearbeit ein sehr intimer Akt, oft noch viel intimer als der sexuelle (ohne jedoch in der Regel sexuell zu sein), und so darf es nicht verwundern, wenn Hexen sich ihre entsprechenden Partner sehr sorgfältig aussuchen. Dennoch gibt es unter uns keine Form der »Exkommunikation«. Wer mit seinen Partnern aus welchem Grund auch immer nicht auskommt, kann sich anderweitig orientieren und sich statt dessen mit anderen Hexen zusammentun. Wie dies im einzelnen funktioniert, sehen wir im 5. Kapitel, in dem es um den Coven und seinen Aufbau geht. Das Evangelo delle streghe (= Das Hexenevangelium, eine andere Bezeichnung für Lelands Aradia) berichtet, dass die Göttin Diana ihrer Tochter Aradia das Vermögen gewährte

den Hexen, die sie anriefen, folgende Fähigkeiten zu verleihen:

  • Mann oder Frau Erfolg in der Liebe zu gewähren

  • Freunde oder Feinde mit Macht zu segnen oder zu verfluchen

  • Zwiesprache mit Geistern zu halten

  • In alten Ruinen Schätze aufzuspüren

  • Geister jener Priester heraufzubeschwören die Reichtümer hinterlassen haben

  • Die Stimme des Windes zu verstehen

  • Wasser in Wein zu verwandeln

  • Die Zukunft mit Karten vorherzusagen

  • Die Geheimnisse der Hand zu erkennen

  • Krankheiten zu heilen

  • Hässliche schön zu machen

  • Wilde Tiere zu zähmen

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